Lord of Mysteries Kapitel 1 - Purpurrot - ganzes Kapiel

Argh!
Es tut so weh!
Mein Kopf!

Ein bizarrer Traum, erfüllt von leisem Geflüster, zerbrach in tausend Stücke. Zhou Mingrui, tief im Schlaf versunken, spürte einen stechenden Schmerz in seinem Kopf, als würde jemand erbarmungslos mit einer Eisenstange auf ihn einschlagen. Nein, es war eher, als hätte etwas Spitzes seine Schläfe durchbohrt und sich dabei gedreht!

Argh… Benommen versuchte Zhou Mingrui, den Kopf zu heben, sich aufzurichten, doch seine Gliedmaßen gehorchten ihm nicht. Arme, Beine, sein ganzer Körper schien völlig gelähmt.

Es fühlt sich an, als wäre ich noch nicht richtig wach, als würde ich immer noch träumen… Zhou Mingrui, dem dieses Gefühl nicht fremd war, versuchte, seinen Willen zu bündeln, um sich aus den Fesseln der Dunkelheit und Verwirrung zu befreien.

Doch in diesem seltsamen Zustand zwischen Traum und Wirklichkeit war sein Wille wie Nebel, eben noch greifbar, im nächsten Moment schon wieder verflogen. So sehr er sich auch anstrengte, seine Konzentration entglitt ihm immer wieder, während ungefragt Bilder in seinen Gedanken aufstiegen.

Warum habe ich mitten in der Nacht grauenhafte Kopfschmerzen?
Es tut höllisch weh!
Könnte es eine Hirnblutung sein?
Verdammt, werde ich wirklich so jung sterben?
Ich muss aufwachen! Sofort!
Hm? Der Schmerz lässt nach, aber es fühlt sich immer noch an, als würde ein stumpfes Messer langsam durch mein Gehirn schneiden…
Ich werde wohl nicht mehr einschlafen können. Wie soll ich morgen bloß zur Arbeit?
Warum denke ich überhaupt an die Arbeit? Mit solchen Schmerzen bleibe ich im Bett! Ich muss mir keine Sorgen um meinen nervigen Chef machen!
Hey, so gesehen ist es gar nicht so schlimm. Hehe, ein freier Tag für mich!

Mit dem nachlassenden Schmerz konnte Zhou Mingrui endlich seinen Rücken strecken, die Augen öffnen und sich aus seiner Träumerei befreien.

Zunächst war seine Sicht verschwommen, dann legte sich ein purpurroter Schleier darüber. Vor ihm stand ein Schreibtisch aus Holz. Darauf lag ein aufgeschlagenes Notizbuch mit grobem, vergilbtem Papier. Ganz oben prangte in tiefschwarzer Tinte und seltsamen Buchstaben ein einziger, auffälliger Satz.

Links neben dem Notizbuch, an der Tischkante, stapelten sich sieben oder acht Bücher. Über ihnen, an der Wand, führte ein graues Rohr zu einer Wandlampe.

Die Lampe hatte ein klassisches westliches Design und war etwa so groß wie ein halber menschlicher Kopf. Ihr Inneres bestand aus klarem Glas, während schwarze Metallstreben ein Gitter darum bildeten.

Schräg unter der erloschenen Wandlampe stand ein schwarzes Tintenfass, getaucht in blassrotes Licht. Die geprägte Oberfläche bildete ein verschwommenes Engelsmuster.

Vor dem Tintenfass, rechts neben dem Notizbuch, lag ein dunkler Federhalter, dessen Spitze schimmerte. Die Kappe ruhte neben einem messingfarbenen Revolver.

Ein Revolver? Zhou Mingruis Atem stockte. Was er sah, war ihm völlig fremd. Dieses Zimmer hatte rein gar nichts mit seinem eigenen gemein!

Von Schock und Verwirrung erfasst, bemerkte er, dass Schreibtisch, Notizbuch, Tintenfass und Revolver von einem purpurroten „Lichtschleier“ überzogen waren, der vom Fenster hereinfliel.

Unwillkürlich hob er den Kopf, sein Blick glitt langsam empor.

Die Nacht spannte sich über ihm wie ein tiefschwarzer Samtvorhang, vor dem ein purpurroter Vollmond still leuchtete.

Das… Unbeschreibliche Angst packte Zhou Mingrui. Er sprang auf, doch kaum hatte er sich aufgerichtet, durchzuckte der stechende Schmerz seinen Kopf. Seine Beine gaben nach und er stürzte auf den harten Holzstuhl zurück.

Wumm!

Der Schmerz ließ Zhou Mingrui unberührt. Er stützte sich auf den Tisch, stand wieder auf und drehte sich um. Panisch musterte er die Umgebung.

Der Raum war klein. An beiden Seiten gab es je eine braune Tür. An der gegenüberliegenden Wand befand sich ein hölzernes Etagenbett.

Zwischen dem Bett und der linken Tür stand ein Schrank mit zwei Flügeltüren oben und fünf Schubladen unten.

Seitlich am Schrank war ein graues Rohr in die Wand eingelassen, verbunden mit einem seltsamen mechanischen Gerät, dessen Zahnräder und Lager teilweise frei lagen.

In der rechten Ecke des Zimmers stand ein Kohleofen, umgeben von Eisentöpfen, Suppenschüsseln und anderem Kochgeschirr.

Neben der rechten Tür lehnte ein Ankleidespiegel mit zwei Rissen im Glas und einem schlichten Muster im Holzrahmen.

Zhou Mingrui warf einen flüchtigen Blick auf sein Spiegelbild.

Schwarzes Haar; braune Augen, Leinenhemd, dünner Körper, gewöhnliche Gesichtszüge, aber ausgeprägte Konturen…

Das… Zhou Mingrui schnappte nach Luft. Hilflose, verwirrte Gedanken stürmten auf ihn ein.

Der Revolver, die Einrichtung im klassisch westlichen Stil und der purpurrote Mond, ganz anders als der auf der Erde – all das deutete auf ein bestimmtes Ereignis hin!

Ist… meine Seele etwa in eine andere Welt gewandert?

Langsam öffnete Zhou Mingrui den Mund.

Er war mit Online-Romanen aufgewachsen und hatte oft von genau solchen Szenarien fantasiert. Doch jetzt, da es Wirklichkeit geworden war, konnte er es kaum akzeptieren.

Das passiert wohl, wenn man Fantasy zu sehr liebt?
Nach einer Weile murmelte Zhou Mingrui vor sich hin und versuchte, in seiner Situation etwas Humor zu finden.

Wäre da nicht dieser anhaltende Schmerz, der seine Gedanken wach hielt, hätte er sicher vermutet, dass er träumte.

Bleib ruhig, bleib ruhig, bleib ruhig… Zhou Mingrui holte mehrmals tief Luft und zwang sich, seine Panik zu unterdrücken.

Kaum waren Körper und Geist im Einklang, schossen Erinnerungsfragmente durch seinen Kopf, die sich langsam in seinem Bewusstsein ausbreiteten!

Klein Moretti, Bürger der Stadt Tingen, Grafschaft Awwa, Königreich Loen, auf dem Nordkontinent. Er ist ein frischer Absolvent der Geschichtsfakultät an der Universität Khoy…

Sein Vater war ein Unteroffizier in der königlichen Armee und starb in einem Kolonialkonflikt auf dem Südkontinent. Die erhaltene Entschädigung ermöglichte es Klein, eine private Oberschule zu besuchen, die Grundlage dafür, dass er später die Aufnahmeprüfung für die Universität bestehen konnte…

Seine Mutter war eine Anhängerin der Göttin der Ewigen Nacht und starb im Jahr seiner Aufnahmeprüfung an der Universität Khoy…

Er hat einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester, mit denen er in einer Zweizimmerwohnung lebt…

Die Familie ist keineswegs wohlhabend. Im Gegenteil, sie leben in eher ärmlichen Verhältnissen und sind auf das Gehalt des älteren Bruders angewiesen, der bei einer Import-Export-Firma arbeitet…

Als Geschichtsabsolvent beherrscht Klein das antike Feysac, das als Ursprung aller Sprachen des Nordkontinents gilt, und die Hermes-Sprache, die häufig in alten Gräbern auftaucht und mit Ritualen oder Gebeten in Verbindung steht…

Hermes-Sprache? Zhou Mingruis Herz schlug schneller. Er hob eine Hand, massierte seine pochende Schläfe und betrachtete das aufgeschlagene Notizbuch. Die zuvor seltsam wirkenden Buchstaben auf dem vergilbten Papier begannen sich zu verändern, von seltsam zu fremd, von fremd zu vertraut, bis sie schließlich lesbar wurden.

Es waren Worte in der Hermes-Sprache!

In tiefschwarzer Tinte, die noch zu tropfen schien, stand geschrieben:

„Alle werden sterben. Auch ich.“

Unerklärlicher Schrecken ergriff Zhou Mingrui. Instinktiv wich er zurück, um Abstand vom Notizbuch und diesen Worten zu gewinnen.

Sein Körper fühlte sich schwach an. Er stolperte beinahe. Hastig griff er nach der Tischkante. Die Luft um ihn herum schien sich zu verdichten, während leises, undeutliches Geflüster in seinen Ohren widerhallte. Es war, als wäre er wieder ein Kind, das sich von Älteren Horrorgeschichten erzählen ließ.

Kopfschüttelnd redete er sich ein, es sei nur Einbildung. Er richtete sich auf, wandte sich vom Notizbuch ab und atmete tief durch.

Dabei blieb sein Blick am glänzenden messingfarbenen Revolver hängen. In diesem Moment drängte sich ihm eine Frage auf.

Wie kann sich Klein in seiner finanziellen Situation einen Revolver leisten? Woher hat er ihn überhaupt? Zhou Mingrui runzelte nachdenklich die Stirn.

Während er tief in Gedanken versank, entdeckte er einen roten Handabdruck an der Tischkante. Die Farbe war dunkler als das Mondlicht und dichter als der „Schleier“.

Es war ein blutiger Handabdruck!

Ein blutiger Handabdruck? Zhou Mingrui drehte unwillkürlich seine rechte Hand um, mit der er gerade noch an die Tischkante gegriffen hatte. Er blickte hinab. Seine Handfläche und Finger waren blutverschmiert.

Der Schmerz pochte weiter in seinem Kopf. Zwar war er schwächer geworden, doch er hielt sich hartnäckig.

Habe ich mir den Kopf angeschlagen? Zhou Mingrui ging auf den zerbrochenen Ankleidespiegel zu.

Nach wenigen Schritten erblickte er eine deutliche Gestalt von mittlerer Statur, mit schwarzem Haar, braunen Augen und einer akademischen, von stiller Gelehrtheit geprägten Ausstrahlung.

Das bin ich? Klein Moretti?

Zhou Mingrui hielt inne. Das schummrige Licht ließ kaum Details erkennen. Er trat näher, bis ihn nur noch ein Schritt vom Spiegel trennte.

Im purpurroten Mondlicht neigte er den Kopf und betrachtete seine Schläfe.

Das klare Spiegelbild zeigte eine grässliche Wunde. Die Ränder waren verbrannt und mit Blut verschmiert. Grauweiße Gehirnmasse wand sich langsam darin.

Das war kein simpler Unfall. Das war etwas viel Schlimmeres.

. . .

So geht es weiter:

Nachdem Klein Moretti das erste Kapitel überlebt hat, steht er nun vor der Herausforderung, sich in einer Welt voller dunkler Geheimnisse und mystischer Kräfte zurechtzufinden. Er wird mit den wahren Ausmaßen der Macht konfrontiert, die er entdeckt hat – und muss sich entscheiden, wie viel er bereit ist, für Wissen und Macht zu opfern. Wird er sich von seinen eigenen Ängsten leiten lassen oder sich der Wahrheit stellen?

In den nächsten Kapiteln begibt sich Moretti auf eine gefährliche Reise durch eine Welt, in der nichts so ist, wie es scheint. Mystische Organisationen, die mit übernatürlichen Kräften spielen, und eine Verschwörung, die tief in der Geschichte der Menschheit verwurzelt ist, werden ihn vor unerbittliche Prüfungen stellen. Doch nicht nur die äußeren Gefahren fordern ihn – auch seine eigene Entwicklung wird ihn immer mehr in die dunklen Tiefen seiner eigenen Seele führen.

Begleite Moretti auf dieser spannungsgeladenen Reise, die nicht nur die Geheimnisse dieser Welt aufdeckt, sondern auch das innere Wesen eines jungen Mannes, der sich entscheiden muss, wer er wirklich werden will. Hol dir jetzt das vollständige Buch und erlebe, wie sich die Geschichte entfaltet – ein Abenteuer voller Magie, Intrigen und gefährlicher Entscheidungen!

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Kommentare von Lesern für Leser:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

~"Du hast gerade den besten Roman gefunden. Gratulation!"

~"An dich, einen neuen Leser von Lord of the Mysteries. Ich habe bereits 500 Kapitel dieses Romans gelesen. Und ich kann sagen, dass dies der BESTE Roman ist, der jemals veröffentlicht wurde.
Die Handlung ist fantastisch, der Aufbau der Welt ist so komplex und die Charaktere sind NÜTZLICH! Es ist eine verdammte Freude, eine Geschichte zu lesen, in der selbst die Nebencharaktere großartig sind.
Also fange ich noch einmal von vorne an (das ist allerdings das erste Mal, dass ich das für einen Roman mache). Es verdient meine zweite Runde.
Jetzt kann ich dich nur ermutigen, dasselbe zu tun: Lies Lord of Mysteries."

~"Angefangen 01.Mai 2024. Kann es kaum erwarten, mit meinem Freund darüber zu reden, wenn ich fertig bin."


Internationaler Erfolg:

Lord of the Mysteries ist kein gewöhnlicher Roman – er ist ein weltweites Phänomen! Mit Millionen Lesern allein in China zählt das Werk zu den beliebtesten Online-Romanen aller Zeiten. Seine fesselnde Handlung und komplexe Welt haben so viele Menschen begeistert, dass es in China sogar in Musicals und Bühnenproduktionen umgesetzt wurde. Auch im englischsprachigen Raum ist der Roman ein riesiger Erfolg und gehört zu den meistgelesenen Werken auf Plattformen wie Webnovel, wo er Millionen von Views und begeisterte Rezensionen gesammelt hat. Dieses Meisterwerk hat nicht nur Leser, sondern auch eine riesige Fangemeinde inspiriert – ein Buch, das die Weltliteratur geprägt hat! Und nun ab dem 17.11.2025 auch in deutscher Ausgabe verfügbar.




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